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15. SEPTEMBER 2017 - B. Rosema

Tel Aviv/Jerusalem: Im August 2017 ging unsere Reise nach Israel. Nach Gesprächen mit dem Israel Trade Center (Wirtschafts- und Handelsabteilung) im Generalkonsulat in München, folgte eine Einladung in verschiedene Ministerien nach Tel Aviv und Jerusalem. Im Wirtschafts- und Transportministerium hatten wir die Möglichkeit uns mit Regierungsvertretern auszutauschen aus verschiedensten Bereichen. 30% Fördergelder und sehr verlockende Steuermodelle machten für uns der Süden Israels, die Wüste Negev, noch interessanter. Von Beersheva bis tief in die Wüste waren wir einige Tage in brütender Hitze unterwegs. Schon David Ben-Gurion, der erste Ministerpräsident sagte: „Die Zukunft (Israels) liegt in der Wüste“. Eine Meinung die wir mit ihm teilen, denn es gibt dort für uns Möglichkeiten die andere Standorte nicht bieten können.

 

Logistikstandorte

Beersheva, Yeruham, Dimona. Dort trafen wir uns jeweils mit der örtlichen Gemeindeverwaltung. Jeder Standort hat die Möglichkeit für einen Bahnanschluss, ein wichtiges Kriterium für uns. Und jede Municipality ist bemüht uns den Standort so attraktiv wie nur möglich zu gestalten. Ein Kriterium ist auch die Grenznähe zu Jordanien. In Jordanien befinden sich die größten Flüchtlingslager, die für uns eine herausragende Bedeutung haben. Israel erlaubt uns den Grenzverkehr für die Rohstoffe und die Fertigprodukte in beide Richtungen. Ein neuer Grenzübergang soll am Ende des Toten Meeres entstehen. Für uns die Ideallösung.

 

Produktionsstandorte

Sowohl die genannten Logistikstandorte als auch die gesamte östliche Negevwüste sind für uns aus verschiedensten Aspekten interessant. Ein besonderes Augenmerk galt deshalb den landwirtschaftlichen Betrieben und dem Entwicklungscenter. Wenn wir sowohl eine Produktion als auch den Anbau unserer Notnahrungsmittel in einer Wüste schaffen, dann ist es ein Garant dafür, unser Projekt in allen Krisengebieten der Welt umsetzen zu können. 

 

Landwirtschaft in der Wüste

In der Negev, der Wüste zwischen dem Toten Meer und Eilat im Südosten Israels, regnet es so gut wie nie. Niederschlagsmenge im Jahr: 30 Millimeter. Nur besonders zähe Pflanzen- und Tierarten überleben in diesem Klima. Doch auch ein paar Farmer haben das geschafft. Avi K. ist einer davon. Er ist damit so erfolgreich, dass 60 Prozent des Exports nach Europa oder in die USA gehen. Avi hat uns tiefe Einblicke gegeben wie ein Agrarbetrieb selbst in der Wüste nicht nur überleben kann sondern wirtschaftlich erfolgreich ist. Der richtige Umgang mit Wasser und ein Maximum an Effizienz ist das Erfolgsrezept.

 

Im Forschungs- und Entwicklungszentrum der Negev wird an Methoden gearbeitet, um der Hitze und dem Wassermangel zu trotzen. Einer der Mitarbeiter, Tovia S., führt uns durch die Gewächshäuser und erklärt: Vor 55 Jahren gründeten die ersten Landwirte den Moshav Ein Yahav. Das Wasser pumpen sie aus dem Erdreich nach oben. Es ist leicht salzhaltig und gibt den Cherrytomaten und den Paprika eine süßliche Note. Im Forschungszentrum wird immer wieder nach neuen Methoden gesucht, um Wasser zu sparen. In einem Versuchsfeld wird Biogel mit der Erde vermischt, und dieses Biogel absorbiert Wasser. Das ist ein Material, wie wir es von Windeln kennen. Verschiedene Bewässerungsmengen werden miteinander vergleichen. Man will  herausfinden, ob durch das Gel die Menge an Wasser, die die Pflanzen brauchen, reduziert werden kann.

 

Selbst eine Fischzucht findet sich im Entwicklungszentrum. Hier geht es um optimale Düngung. Über ihre Kiemen geben die Fische Ammonium ab. Umgewandelt kann es aber von den Pflanzen verarbeitet werden. Dazu ist in den Wasserkreislauf ein Biofilter eingebaut und Bakterien wandeln giftiges Ammoniak in Nitrat um.

 

Fazit: Die Zukunft der Menschen kann in der Wüste liegen…..

Wirtschaftsministerium Jerusalem

Ralf Rosema

Avi K. - ein Farmer der Negev bewirtschaftet 5 ha in Gewächshäusern

Tel Aviv Azriel Center

Im Gespräch mit Tovia S.

Fischzucht in der Wüste

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